Die Vorgeschichte


Die vormalige Viprinet GmbH wurde im Mai 2006 mit einem Anfangskapital von ca. 150.000 EUR gegründet. Dieses Anfangskapital war nach einem ¾-Jahr aufgebraucht. Als Business-Angel trat die GERES Verwaltungsgesellschaft mbH über einen Beteiligungsvertrag in die vormalige Viprinet GmbH ein, um die gesamte Hardwareentwicklung für die ersten Router zu finanzieren, aus deren Verkaufserlösen Mittel für die weitere Entwicklung und das Unternehmenswachstum zur Verfügung stehen sollten; so der Geschäftsplan des damaligen Geschäftsführers Simon Kissel.

GERES erweiterte in mehreren Etappen immer wieder ihre Finanzierung, um den Bestand der vormaligen Viprinet GmbH zu sichern. Simon Kissel wurden durch uns zum Schutz der Anteilsverwässerung unter 25 % der Geschäftsanteile weitere private Darlehen gewährt. Anders als die Aussagen von Simon Kissel vermuten lassen, entstanden im Zuge dessen für keinen der Gesellschafter vorrangige Zustimmungs- oder Beteiligungsrechte. Die GERES – Gruppe war nun gefordert, den Vertriebskanal der vormaligen Viprinet GmbH zu stärken um so einen stabilen Zahlungsfluss zu ermöglichen und dem Unternehmen ein solides Finanzgerüst zu verleihen. Unter anderem war der Vertrieb der Produkte der vormaligen Viprinet GmbH in Mexiko geplant. Simon Kissel war über ALLE dazu angestrengten Vertriebstätigkeiten informiert. Er war auch persönlich involviert, suchte sogar den Namen der künftigen Tochtergesellschaft der vormaligen Viprinet GmbH in Mexiko mit aus, lernte den künftigen Geschäftsführer bei seinem Besuch und der darauffolgenden Schulung in Bingen kennen, präsentierte und repräsentierte selbst die vormalige Viprinet GmbH in Mexiko und richtete Teststellungen bei einem großen mexikanischen IT-Unternehmen ein. Eine mexikanische Gesellschaft wurde, wie von Simon Kissel selbst angeregt, von GERES vorfinanziert und sollte nach Rückführung dieser Vorabkosten zu 100% Tochter der vormaligen Viprinet GmbH werden.

Später behauptete Simon Kissel, nicht wirklich etwas von den Mexiko- und parallel dazu aufgebauten USA-Geschäften gewusst zu haben. Simon Kissel und sein Freund und Mitgesellschafter Felix B. behaupteten in einer Gesellschafterversammlung recht spitzfindig, GERES habe zwar den Geschäftsführer Simon Kissel, nicht aber auch den Mitgesellschafter Simon Kissel eingebunden. Der Geschäftsführer Simon Kissel habe zudem der Gesellschafterversammlung (Gesellschafter Simon Kissel und B.) der vormaligen Viprinet GmbH von den Geschäften in Mexiko nicht berichten müssen, da die Initiative zur Geschäftsanbahnung und den gemeinsamen Terminen in Mexiko schließlich nicht von Simon Kissel ausgegangen sei.

GERES hat auch in der Folgezeit weder einen Gesellschafter aus der vormaligen Viprinet GmbH „herausgedrängt“, noch wollte sie anderweitig über das Unternehmen bestimmen. Vielmehr ist aufgrund der fehlenden oder unzureichenden Finanzplanung des Herrn Kissel die vormalige Viprinet GmbH unterkapitalisiert gewesen und konnte nur durch GERES kapitalisiert werden. Dass deshalb der Unternehmensanteil der GERES anwuchs ist allein der Verfehlung der Geschäftsziele seitens des aktiven Managements und damit der schlechten Planung und/oder Umsetzung des business cases durch Simon Kissel geschuldet.